Henna und Henna-Malerei

Der Hennastrauch kommt in warmen Gebieten z. B. Asien, Afrika und Australien vor. Henna wird als Pflanzenfarbe zum Färben von Wolle, Stoffen und Leder bzw. in der Kosmetik zum Färben der Haare oder Haut eingesetzt. Es ist aber auch als Heilpflanze sehr beliebt, denn es ist hochwirksam bei Infektionen und Wunden und wird auch als fiebersenkendes Mittel eingesetzt, denn es hat eine kühlende Wirkung, weswegen in den heißen Ländern die Menschen sich oft die Handinnenflächen und die Fußsohlen mit Hennafarbe einreiben.

Henna ist ein reines Naturprodukt, weswegen Allergien höchst selten vorkommen. Wenn dem Henna keine Zusätze beigemischt sind, ist das Farbergebnis orange bis rotbraun. Die Farbwirkung ist abhängig vom Alter der Pflanze; je jünger die Blätter der Pflanze bei der Ernte sind, desto intensiver ist die Färbung auf der Haut. In manchen Ländern, besonders auf dem afrikanischen Kontinent wird dem Henna Ruß oder Indigo beigemischt, damit eine dunklere, fast schwarze Färbung entsteht.

Die Henna-Malerei oder auch Mehndikunst genannt, wird schon seit Jahrhunderten in Indien, Pakistan und im Orient sowie in Afrika zur Verzierung des Körpers angewandt. Die Muster sind von Land zu Land unterschiedlich. In Indien und Pakistan sind die Frauen an Händen und Füßen mit kunstvollen filigranen Ornamenten bemalt. In Nordafrika haben die Motive vorwiegend einfache Grundmuster wie Kreuze, Punkte bzw. Dreiecke, die meist geometrische Figuren darstellen.

Die Haltbarkeit des Henna Tattoos hängt sehr stark von der Dauer der Einwirkzeit nach der Bemalung ab. Je langsamer das Henna eintrocknet d.h. je länger die Paste auf der Haut feucht gehalten wird, desto intensiver und dauerhafter ist das Motiv haltbar. Damit die Paste nicht so schnell eintrocknet wird sie immer wieder mit einem Gemisch aus Zitronensaft und Zucker befeuchtet. Das verhindert das schnelle Ablösen von der Haut. Dann sollte sie am besten über Nacht auf der Haut verbleiben. Deswegen wird das Motiv mit Baumwollstreifen oder Wattepads abgedeckt und am nächsten Morgen mit einem Messerrücken abgeschabt.

In der Regel halten Henna-Bemalungen eineinhalb bis drei Wochen, denn mit dem Prozess der Erneuerung der Oberhaut verschwindet auch das Tattoo.